Schlossinsel

Auszug aus der Begründung zum Förderantrag

Inhalt dieses Projektes ist die Um- und Neugestaltung der Schlossinsel im Ort Schloßvippach im Landkreis Sömmerda. Das Gelände wurde in den ersten Nachkriegsjahren des 2. Weltkrieges von den sowjetischen Besatzern geschliffen, so dass von dem einstigen Gebäudekomplex und dem dazugehörigen Küchengarten lediglich vereinzelte Rudimente sichtbar sind.

In den vergangenen Jahren konnte die Gemeinde über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ein Kellergewölbe so weit ausbauen, dass dieses für Besucher wieder zugänglich ist. So nutzte man den Raum bei den vergangenen Schlossinselfesten als atemberaubende Kulisse für Ausstellungen des ortsansässigen Malkreises und die Gemeinde plant, auch in Zukunft in diesem Rahmen der Kunst eine Heimat bieten zu können.

Auch die Befestigungsmauern aus Kalkstein auf der Süd- und Westseite sowie das Brückenbauwerk als Zufahrt im Süden wurden bereits in den vergangenen Jahren durch die Gemeinde rekonstruiert. Es folgte, mit Mitteln der RAG Sömmerda, die Rekonstruktion der Nordmauer im Jahr 2016.

Geplant ist nun im nächsten Schritt die Rekonstruktion der Ostmauer im Jahr 2017. In diesem Abschnitt der Schlossumfriedung stehen lediglich die beiden Eckpfeiler. Von der historischen Mauer ist gegenwärtig kein Zeugnis im Gelände erkennbar. Der Geländesprung wird über Erdböschungen abgefangen.

Ziel dieses Bauabschnittes ist die Neuerrichtung einer Mauer aus Kalkstein. In dieser Mauer sollen einzelne, mit Geländer gesicherte Aussparungen, die auch Kindern und bewegungseingeschränkten Menschen den Blick in den Schlossgraben erlauben, eingelassen werden. Um die baurechtlich geforderten Mauerhöhen im Bereich der Zufahrt sowie der Süd- und Westmauer zu erreichen, ist die Einbringung eines Geländers in diesen Abschnitten vorgesehen.

Mit Fertigstellung dieses Bauabschnittes erreicht die Gemeinde Schloßvippach die komplette Umfriedung der Schlossinsel. Im Anschluss daran ist die Innengestaltung der Schlossinsel vorgesehen.

Die Herstellung des Geländes soll dabei in der Weise erfolgen, dass die Fläche im Nachgang vielseitig nutzbar ist, wie z.B. für Feste oder aber auch Freilichtkino oder Konzertabende. Jedoch soll die Nutzung der Schlossinsel in erster Linie der Bevölkerung dienen und nicht kommerziellen Zwecken. Kulturelle Events, wie das bereits gut angenommene Schlossinselfest der Vereine oder der Besuch eines Lehrpfades einheimischer Gewächse und Gehölze durch Kindergarten oder Schule sollen einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung ermöglichen.

Im Bereich des einstigen Küchengartens ist, in Anlehnung an die historischen Darstellungen von 1825 und 1898, die Anlage eines Kreuzweges angedacht, der den Eingang des bereits hergerichteten Kellergewölbes mit einbezieht. Die beiden Lichtschächte des Gewölbekellers werden dabei, um Abstürze zu vermeiden, entsprechend gesichert.

Ergänzt wird die Gestaltung durch einen umlaufenden Mauerweg, welcher dem Besucher Einblicke in das umliegende Gelände gewährt. In diesem Gartenbereich möchte die Gemeinde Sponsoren die Möglichkeit geben, nach einem vorab erarbeiteten Gestaltungskonzept, Bänke und Gehölzpflanzungen zu finanzieren. Durch die barrierefreie Gestaltung der Wege ist es auch Rollstuhlfahrern, Personen mit Gehilfen und Kinderwagen leicht möglich, die neu gestaltete Schlossanlage in „Besitz“ zu nehmen.

Über die Neugestaltung der Schlossinsel hinaus, ist für die nahe liegende Kapelle und den alten Friedhof ein historisches Konzept angedacht, dass neben Ruhe und Erholung auch die Etablierung weiterer kultureller Veranstaltungen erlaubt. So könnte auch die Attraktivität der Kapelle durch Lesungen und Ausstellungen wachsen.

  

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Aktueller Status Förderantrag "Schlossinsel":

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